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meine Magazine und die Geschichte dahinter

meine Magazine und die Geschichte dahinter

Wie aus ein paar Seiten ein Magazin wurde

Am Anfang stand eigentlich keine große Magazinidee.

Es gab ein paar Texte, ein paar Fotos und den Gedanken: /Das könnte man doch irgendwie schöner zusammenbringen./

Aus „irgendwie“ wurden irgendwann Seiten. Aus Seiten wurde ein Heft. Und aus einem Heft wurden inzwischen sechs.

Das Schöne daran: Ich hatte von Anfang an keinen Masterplan.

Jedes Heft ist ein bisschen aus dem entstanden, was gerade interessant war. Eine Geschichte, die erzählt werden wollte. Ein Thema, bei dem plötzlich mehr Material vorhanden war als erwartet. Eine Idee, die sich beim Schreiben verselbständigte. Und natürlich immer wieder die Frage: Was könnte man eigentlich noch daraus machen?

Vom Ausprobieren zum eigenen Stil

Die ersten Hefte waren deshalb auch eine Art Spielplatz.

Wie viel Text verträgt eine Seite? Wie groß darf ein Bild werden? Was passiert, wenn man Fotos nicht einfach nur zur Illustration benutzt, sondern selbst zum Teil der Geschichte macht? Welche Typografie funktioniert? Und wie viel Gestaltung braucht ein Artikel, bevor sie ihm im Weg steht?

Mit jedem Heft wurde ein bisschen mehr ausprobiert – und ein bisschen mehr verworfen.

Irgendwann hatte sich daraus tatsächlich so etwas wie ein eigener Stil entwickelt.

Nicht unbedingt ein Stil, den man vorher hätte beschreiben können. Eher einer, bei dem man irgendwann merkt: Ja, das sieht jetzt nach meinem Magazin aus.

Und genau das ist vermutlich das Spannendste an der ganzen Sache. Die Hefte sind nicht nur Sammlungen von Geschichten. Sie dokumentieren auch, wie sich die Idee dahinter verändert hat.

Die Ideen entstehen überall

Neue Hefte plane ich deshalb auch nicht besonders systematisch.

Manchmal ist zuerst ein Thema da. Manchmal ein Foto. Manchmal eine Technik. Manchmal ein Satz, bei dem ich denke: /Daraus könnte man etwas machen./

Und gelegentlich entsteht eine Idee natürlich genau dann, wenn man eigentlich gerade etwas völlig anderes machen wollte.

Das kennt vermutlich jeder, der schon einmal ein Projekt angefangen hat.

Aus einer Idee werden drei weitere. Eine davon wird verworfen. Eine andere landet auf einer Liste. Und die dritte beschäftigt einen so lange, bis sie irgendwann tatsächlich in einem Heft auftaucht.

So wächst das Ganze langsam weiter.

Was als Nächstes kommt

Ein Spezialheft könnte sich zum Beispiel mit den Making-ofs meiner Fotospielereien beschäftigen.

Also nicht nur mit dem fertigen Bild, sondern mit dem Weg dorthin: Wie entstehen TAT-Bilder? Wie funktionieren Klone? Was passiert mit Licht, Perspektive und kleinen Tricks, wenn aus einer eigentlich ganz normalen Aufnahme etwas völlig anderes werden soll?

Das wäre gewissermaßen ein Blick hinter die Bilder – und vermutlich auch ein ziemlich ehrlicher Blick auf die Frage, wie viel davon tatsächlich geplant war.

Auch Regensburg lässt mich noch nicht los.

Ursprünglich war die Idee eines Bildbandes im Raum. Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger überzeugt mich das allerdings. Regensburg hat schließlich nicht nur schöne Ansichten, sondern vor allem Geschichten. Und davon gibt es reichlich.

Vielleicht wird daraus deshalb gar kein klassischer Bildband, sondern eine Artikelserie über besondere Orte, merkwürdige Details und Geschichten aus der Stadt.

Und dann wartet natürlich noch Heft Nummer 7.

Darin könnten Themen aus MUELLEREIEN wieder auftauchen – ergänzt um Dinge, die bisher noch keinen Platz gefunden haben. Ein bisschen Bekanntes, ein bisschen Neues und vermutlich mindestens eine Idee, die heute noch gar nicht existiert.

Denn eines habe ich inzwischen gelernt:

Ein Magazin ist eigentlich nie fertig.

Wenn ein Heft gedruckt ist, ist die nächste Idee meistens schon irgendwo im Hinterkopf unterwegs.

Und manchmal liegt sie dort ziemlich gut versteckt.

Bis man sie wiederfindet.